My first Blog

Das ist er nun: My first blog. Die ersten Worte laufen noch mühsam aus der Tastatur. Hier an diesem Ort im virtuellen Netz der Netze werde ich von nun an aus meinem Leben berichten. Wow! Und die Welt liest mit. O.K., eine kleine Welt. Also die Menschen, die sich für ein Fifty-fifty-Leben auf dem Lande interessieren. Gehörst du dazu? Frech, ’ne, ich duze. Das hat seinen guten Grund. Bei uns auf dem Land macht man das so – unter Freunden, Bekannten, Nachbarn und Menschen, die man auf Spaziergängen in Wald und Flur trifft. Deshalb: Ich duze. Hallo du, ihr. Kann ich ja ruhig machen, schließlich sind wir hier ja unter uns.

Interessiert euch das Thema? Fifty-fifty auf dem Lande. Diese Blog-Bezeichnung steht für ein Lebens-Experiment, in dem ich mich mit meiner Familie bewege. Zäumen wir das Pferd von hinten auf und beginnen mit dem Land. Hier wohnen wir – meine Familie und ich. In einer alten Dorfschule. Hier leben und arbeiten wir. Meine Freundin Ela, ich und unsere beiden Kinder. Und nicht zu vergessen der obligatorische Familien-Labrador Cooper – die alte Kuschelbestie.

Jetzt ist noch offen, was mit fifty-fifty gemeint ist. Ela und ich teilen uns Job, Haushalt, Erziehung, Renovierungsarbeiten und alles, was so anfällt. Weil wir beide freiberuflich zu Hause arbeiten, machen wir das tatsächlich im Halbe-Halbe-Verfahren. Schichtwechsel nach dem Mittagessen. Und das ist, das kann ich nach 13 Jahren Vatersein mit teilweiser Mutterfunktion sagen, wirklich aufregend. Wie heißt es so schön: Männer sind anders, Frauen auch. Weshalb wir das tun? Weil wir beide arbeiten und unsere Kinder sehen wollen. Klassische Teilung mit „der Vater kommt abends nach Hause und sieht seine Kinder nicht mehr“ wollte ich nicht. „Mutter ist Mutter und hängt ihren Job an den Nagel und bleibt zu Hause und versucht später – danach – wieder in eine Karriere einzusteigen“ wollte Ela nicht. Also haben wir uns für ein anderes Modell entschieden, damals.

Jetzt sind wir einige Jahre schlauer und wissen, was das bedeutet. Zum Beispiel eine Einjährige im Kinderwagen über die Weide schieben, den Sohnemann nebenbei davon abhalten, den Drachen in die Stromleitung zu lenken und gleichzeitig Berufliches mit einem Kunden am Handy besprechen. Highlight-Momente. Was sonst noch so passiert ist und was sich in unserem Experiment derzeit tut, davon demnächst mehr. Vielleicht erzähle ich euch dann auch, wie ich über ein Gedicht mit der Brigitte Woman-Redaktion in Kontakt gekommen bin. Aber nur vielleicht, denn eventuell lesen meine Fußballjungs heimlich mit und die müssen ja nicht alles wissen.

5 Gedanken zu “My first Blog

  1. Lieber Jens!

    Ich freue mich sehr, dass es jetzt Ihren Blog auf BRIGITTE-woman.de gibt – in mir weckt das Heimatgefühle. Nach 15 langen und schönen Jahren in Köln habe ich mich entschieden, in den Norden zu ziehen und in Hamburg mein Glück zu versuchen. Mit Ihrer erfrischenden Schreibe und liebevoll-rheinischen Art bauen Sie die Brücke, die ich mir wünsche, um mit meiner „alten“ Heimat in Verbindung zu bleiben.

    Bitte schreiben Sie nicht zu selten –
    in froher Erwartung sende ich Ihnen
    Liebe Grüße aus dem Norden

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